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Nishimoto Tomomi

Es gibt Ereignisse, die zu versäumen kriminell wäre. [Damit begründete ein anonym bleibender Musikfreund vor laufender Fernsehkamera, warum er zwei Tage und zwei Nächte vor dem Kartenschalter der Metropolitan Opera in New York ausharrte, um ein Billet für Maria Callas’ legendären letzten Auftritt an der MET zu ergattern.] Die Musikereignisse der nächsten Zeit, die zu versäumen kriminell wäre [und denen man, von uns aus gesehen, nicht um den halben Erdball nachreisen muss], sind zum einen die Uraufführung von Chin Un-suks „Alice in Wonderland“ an der Bayerischen Staatsoper München (Juni 2007), sowie Nishimoto Tomomis Dirigat des Linzer Brucknerorchesters am 18. April 2007.
Frau Nishimoto kehrt damit nach ihrem beeindruckenden Debüt 2006, nochmals nach Linz zurück.
Geboren 1970 in Osaka, schloss sie dort das Musikkollegium 1994 mit Auszeichnung ab, studierte ab 1995 in Sankt Petersburg das Dirigieren von Opern und symphonischen Werken unter Viktor Fedotov und Ilya Moussin. 1997 wurde sie in Osaka zur vielversprechendsten Künstlerin gewählt, eine Auszeichnung, der sich in der Folge noch zahlreiche weitere hinzugesellten.
Von 2002 bis 2004 dirigierte Frau Nishimoto das Bolschoi Symphonieorchester, 2005 die Tschechische Symphonie Prag. Das Kioto Symphonieorchester war 1998 das erste japanische; mittlerweile hat sie alle bedeutenden Orchester Japans dirigiert.
In ihrer Heimat ist Nishimoto Tomomi bekannt wie ein bunter Hund, nicht zuletzt dank zahlreicher Auftritte in Werbespots großer Firmen. Sie ist eine ausgewiesene Expertin der russischen Klassik, mit bewunderswertem Einfühlungsvermögen für die subtilen Nuancierungen der komplexen Kompositorik.

Web-Tipp:
www.tomomi-nishimoto.com

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