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Gigantomanie für die Kunst

Dieser Tage wurde in Tokio, im Stadtteil Roppongi, Japans größtes Gebäude für zeitgenössische Kunst eröffnet, das National Art Center Tokyo (NACT). Als Architekt zeichnet Kurokawa Kisho verantwortlich, der einen Klotz hingestellt hat, der irgendwie einem aufgestellten Wellenzug gleicht. Die gebläht wirkende, gläserne Fassade bauscht sich als herrschte im Innern des Hauses so etwas wie Überdruck. Die beiden höchsten Galerien weisen eine Deckenhöhe von über 8 Metern auf und die Schikanen der Inneneinrichtung scheinen allesamt state of the art zu sein. Natürlich wischen keine filigranen Fräuleins die Böden (Tropenholz aus Borneo), sondern vollautomatische Reinigungsroboter.

Damit der Kunsttempel aber nicht als einziger seiner Art herumstehen muss, werden in seiner Nachbarschaft demnächst das neue Suntory Museum of Art von Kuma, sowie das Design Site 21 von Ando eröffnet werden, berichtet der Korrespondent der NZZ.

Quellen:
Japan’s biggest art institution opens in Roppongi. The Japan Times, 22.01.2007
Papiertiger oder Powerhouse? Japans grösstes Zentrum für zeitgenössische Kunst [Ulf Meyer]. Neue Zürcher Zeitung Online, 23.01.2007

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