Haruki Murakami bekommt Franz Kafka-Preis

Warum mir das keiner sagt und ich es erst in der Japan Times lesen muss, weiß ich zwar nicht, aber es ändert den Sachverhalt ohnehin nicht: Haruki Murakami hat am Montag dieser Woche in Tschechiens Hauptstadt Prag den Kafka-Preis entgegengenommen. Wer findet, jemandem den Kafka-Preis zu geben, der als einen seiner letzten Buchtitel „Kafka am Strand“ kreiert hat, wäre so originell auch wieder nicht, hat Murakamis Å’uvre nicht gelesen. Der Typ ist wirklich gut. Vielleicht ziemlich japanisch, wiewohl er ursprünglich als Manager einer Jazz Bar startete, aber dafür lesenswerter als so mancher, der sich im deutschsprachigen Raum in die Nähe des Preisnamengebers heranschwindelt [Klare Ausnahme: Marianne Gruber, der es mit ihrem Roman „Ins Schloss“ ohne falsche Anbiederung gelungen ist, Kafka fortzuschreiben!].

Quelle:
Haruki Murakami receives Franz Kafka literary prize. The Japan Times, 31.10.2006

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