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Worte des japanischen Außenministers

Japans Außenminister Taro Aso vertrat kürzlich, mit Blick auf die Beziehungen zur Volksrepublik China und zur Republik Korea, die etwas merkwürdig anmutende These, es wäre nicht zwingend, dass benachbarte Staaten ständig freundlich zueinander sein müssten. Ein kleinwenig erinnert das an Charles des Gaulle, als der sagte: “Nationen haben keine Freunde. Nationen haben Interessen.” In Europa sind diese Interessen einem Zusammengehen der Nationen nach 1945 zum Glück nicht im Wege gestanden. Indes ist die ostasiatische Region eine mit reichlich Unbewältigtem behaftete, die von einem japanischen Außenminister sensiblere Formulierungen erwarten ließe. Weiters gab Aso seiner Überzeugung Ausdruck, dass eine Intensivierung zwischenstaatlicher Verbindungen auf privater und ökonomischer Ebene bestehende Animositäten sukzessive würden überlagern helfen.
Gegenwärtig hält sich eine Delegation japanischer Abgeordneter in Peking auf, um gemäß einer Vereinbarung aus dem Jahr 2004 bilaterale Verknüpfungspunkte auf der Ebene der Gesetzgeber zu erörtern. Wie die Asahi Shimbun vom Tage (20.02.2006) berichtet, würde die chinesische Seite die Gelegenheit ergreifen, einer Zeit diplomatischer Veränderung nach Ministerpräsident Koizumi (der für Herbst 2006 seinen Rücktritt avisiert hatte) vorzufühlen.

Quelle: Asian relations won’t improve soon: Aso
[www.search,japantimes.co.jp/cgi-bin/nn20060220a3.html (Zugriff am 20.02.2006)]

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